Unsere Lebensgemeinschaft

LebensLust in Dübbekold

Menschen sind neugierig. Auf Erlebnisse, auf neue Landschaften, auf Kontakte mit Menschen oder Tieren,….

Wir sind das auch und leben mit dieser Neugier neue Lebensformen. Unser Projekt soll ein Platz sein, in dem wir ein Zuhause finden können, auf  Zeit, ganz lange oder auch für immer. Mit gemeinsamer Ökonomie für die, die es wollen, mit gemeinsamer Arbeit für die, die es wollen, aber auch mit ganz vielen individuellen Möglichkeiten, unser Leben zu gestalten.

Kenners LandLust in Dübbekold ist ein BIO-Hotel, das derzeit Urlaub und Freizeitaktivitäten anbietet. Dieses Hotel entwickeln wir weiter zu einem Projekt, dass weiterhin das Hotel betreibt, neue Geschäftsfelder entwickelt und einen Wohnteil gestaltet, in dem Menschen ganzheitlich leben können.

Wohnraum & Essen

Wir leben im Hotel – ein bisschen wie Udo Lindenberg im Atlantik und dann doch ganz anders. Für Menschen, die bei uns leben, stellen wir Zimmer mit Bad zur Verfügung, die Größe der Zimmer handeln wir nach Bedürfnissen aus. Essen gibt es zum Frühstück und abends als Buffet für alle, Gäste und Bewohner. Uns ist es wichtig, unserem jeweils unterschiedlichen oder auch wechselnden Bedürfnis nach Nähe und Distanz Raum geben zu können. Gemeinsam hat unsere derzeitige Kerngruppe schon viele Jahre Gruppenerfahrung und wir wissen um einige Klippen. Zum Beispiel der berühmt-berüchtigte WG-Tisch, an dem zu jeder Mahlzeit gemeinsam gegessen wird und der recht wenig Raum für Individualität lässt. Deshalb können sich bei uns Bewohner individuell entscheiden, ob sie mit anderen gemeinsam essen möchten oder mal einen Tisch für sich brauchen oder mit Freunden alleine sein möchten.

Für zwischendurch haben wir eine Teeküche, in der sich Bewohner ein Brot schmieren können oder ein Spiegelei braten, oder, oder, oder. Ein anschließender gemeinsamer Wohnraum für die Gruppe bietet uns einen zusätzlichen individuellen Rückzugsort, fern von Gästen, auf die wir uns zwar freuen, aber wie gesagt - Nähe und Distanz - wir brauchen beides.

Das Bio-Hotel ist ganz auf Nachhaltigkeit ausgerichtet und das ist uns auch als Gruppe sehr wichtig. Das Essen ist komplett aus ökologischer Erzeugung und so regional wie möglich. Zu den meisten Lieferanten bestehen jahrelange gute Beziehungen, im Wendland wird Nachhaltigkeit groß geschrieben und wir machen mit und profitieren davon. Baustoffe werden auf Baubiologie geprüft und prinzipiell so nachhaltig wie möglich eingesetzt.

Arbeiten & Leben

Arbeiten und Leben an einem Ort, ein Traum, den einige von uns in unterschiedlichsten Varianten auch in anderen Gruppen gelebt haben. Ein wundervoller Platz in der Natur, mit anderen Menschen gemeinsam ein Projekt verwirklichen, dass uns am Herzen liegt, ein gut versorgtes Leben führen, eine neue Lebensart finden, das inspiriert uns. Wir sind der Meinung, dass alles im Leben seine Zeit hat, so auch die unterschiedlichen Wohnformen, in denen wir gelebt haben, oder die wir noch leben werden. Und jetzt wollen wir „LebensLust in Dübbekold“.

Wir bieten unterschiedliche Möglichkeiten. Kapital kann, muss aber nicht eingebracht werden. In der Kerngruppe werden die Geschicke der Gruppe gelenkt, hier werden die Firmen verwaltet und neue angesiedelt.

Mitbewohner zahlen eine feste Summe für Wohnen & Essen, dabei überlegen wir uns gemeinsam, wer wieviel einbringt. Viele arbeiten bei uns im Hotel und bringen sich auch auf dieser Seite ein.

Sharing Economy

Wir brauchen kein eigenes Auto, wir wollen fahren können. Wir wollen keine eigene Waschmaschine, wir wollen waschen. Und so nutzen wir viele Dinge gemeinsam um damit Geld, Zeit und Energie sparen.

Das Hotel bietet Gästen auch ein wenig Luxus, deshalb haben wir einen Wellnessbereich mit Sauna, Floatarium und Massageräumen, die wie die Speiseräume der Gruppe und den Gästen zur Verfügung stehen.

Unser Konzept sieht eher viel gemeinschaftlichen Raum als große individuelle Räume vor. Wir können vorhandenen Raum gemeinsam nutzen und uns dabei treffen. Das erfordert ein sehr vorsichtiges Umgehen mit uns und unseren Gästen und ist manchmal auch eine Herausforderung.

Enscheidungsstrukturen

Zu unterschiedlichen Zeiten unseres Lebens haben wir unterschiedliche Interessen. Es gibt Zeiten, in denen wir nach Großem streben, uns verwirklichen wollen, Neues entwickeln wollen. Und es gibt Zeiten, in denen wir einen netten kleinen geschützten Raum für uns suchen und eigentlich mit dem großen Ganzen gerade nicht so viel am Hut haben. Für beides möchten wir Raum bieten und das drückt sich in Entscheidungsstrukturen aus. Es gibt die Möglichkeit, einfach hier zu leben und zu zahlen oder zu arbeiten und sich nicht an großen Entscheidungen zu beteiligen. Oder Teil der Kerngruppe zu werden, die die Geschicke des Projektes lenkt. Und auch hier bilden wir Zuständigkeiten, die nicht ständig neu diskutiert werden können. Wir entwickeln einen Raum, der Menschen, die die Verantwortung für Bereiche übernommen haben, einen großen Spielraum überlässt, Entscheidungen dürfen und sollen von ihnen selbständig getroffen werden, damit wir ermüdende Dauerdiskussionen vermeiden. Wir wollen also Hierarchien. Aber flache, das heißt, wenn es nicht klappt, müssen diese Schlüsselpositionen umbesetzt werden.

Demokratie ist uns wichtig, aber gleichzeitig haben wir die Erfahrung gemacht, dass ein Konsens, der nicht gleichzeitig die Möglichkeit einer Trennung in sich trägt, nicht viel wert ist. Dann verkommt der Konsens zum Machtkampf und die Person, die des Streitens müde ist, gibt auf. Es kann immer mal sein, dass es keine Lösung gibt, die für alle Seiten gut ist und dafür regeln wir die Art der Trennung von Anfang an….Hier fehlt uns noch Konkretisierung, wie soll das genau laufen? Konsens minus 1 oder2, Plenum und wenn ja, wie oft, entscheidungsbefugte Räte für z. B. Autos,….

Klimaverantwortung

Derzeit verbraucht der durchschnittliche Bundesbürger ca. 12,5 kg CO²/pro Person/Tag. Ein Wert der ganz stark durch die Anzahl der Personen in einem Haushalt leben, deren Flächenverbrauch und deren Konsumverhalten gesteuert wird. Das BIO-Hotel Kenners LandLust ist derzeit bei einem Verbrauch von 6,5 kg/Person/Tag. Die Einbindung eines Wohnprojektes hat also Klimarelevanz. Durch gemeinsames Essen, Nutzung von Geräten und Mobilität wird sehr viel CO² eingespart. Den Rest kompensieren wir, genau wie das derzeit schon im Hotel gemacht wird.