Unser Biohotel - Unsere Geschichte

Dübbekold (1360 erstmals urkundlich erwähnt), entstanden als sächsische Siedlung, wahrscheinlich im 12. Jahrhundert, an einem kleinen Grenzbach entlang der wendisch-sächsischen Grenze, war lange ein kleines Bauerndorf nahe der großen Politik. In Göhrde residierten sie, die Grafen, Herzöge, Kurfürsten, später die hannoverschen Könige – jedes Jahr im Sommer zog der gesamte Hofstaat nach Göhrde um zu jagen. Und am Ende der hochherrschaftlichen Zeit waren es nur noch jährliche Stippvisiten, die der deutsche Kaiser für seine Jagdleidenschaft übrig hatte. 

Dübbekold war davon wenig berührt, hier wohnten Generationen von Bauern, die Heidewirtschaft mit Schafen und Bienen betrieben bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts, als der große Preiseinbruch durch australische Wolle und billiger produzierten Rübenzucker ihnen das Wirtschaften schwierig machte.

Da kam dann die kaiserliche Forstverwaltung, die gerne den Göhrde-Wald vergrößern wollte, und kaufte allen Dübbekolder Bauern ihr Land ab. Es gibt alte Geschichten von einer Nacht in unserem heutigen Kaminzimmer, in der die Bauern gemeinsam wachten über ihrem neuerworbenen Gold. Danach wohnten Waldarbeiter und Förster in Dübbekold, bis diese aufgrund der neuen Maschinen nicht mehr gebraucht wurden. 

Und so wurde unser Haus Anfang der 70er Jahre an unsere Vorgänger verkauft, Berliner, die hier Ferienwohnungen betrieben bis 1999, als wir, Familie Kenner, das Haus kauften, nach baubiologischen Gesichtspunkten renovierten und ein Bio-Hotel aufmachten. 

Die zweite Geschichte ist unsere

die von Barbara und Kenny Kenner...

Beide sind wir hier in der Region aufgewachsen, sind fortgegangen zum Studieren und zu verschiedenen Auslandaufenthalten, haben Kommunen und Lebensprojekte gegründet. Von der Liebe zum Filmen während und nach dem Journalistikstudium über Schafzucht und ein Tagungshaus mit ökologischer Ausrichtung führte Kenny Kenner der Weg. Barbara gründete mit anderen nach ihren Auslandsaufenthalten eine Kleinkommune mit biologischer Landwirtschaft, einem kleinen Bio – Hofladen und einem ökologischen Cateringbetrieb.Gemeinsam lebten wir einige Jaher in der Kommune Niederkaufungen.

Wir, barbara & Kenny haben unsere Kleinfamilie hier gelebt und mit dem Hotel verwoben. Es hat uns große Freude gemacht, viele Jahre mit unseren Gästen das Hotel zu entwickeln zu einem Ort, an dem Kommunikation gelebt wird, an dem wir unseren Hobbies wie Wanderungen, Lesungen, Wolf… nachgehen konnten. Unsere Gäste reden miteinander und wir waren häufig dabei. Als unsere Tochter auszog kam aber die übliche Frage – wie weiter? Einfach wie bisher und warten, bis einer nicht mehr kann und der/die andere räumt auf? Ein nicht so attraktives Konzept für uns. Deshalb haben wir wieder zu unseren Wurzeln im Gemeinschaftsleben gefunden und wollten uns verändern. 2016 haben wir unseren Gästen Silvester von unseren Plänen erzählt.

Video: guerrilla-interviews.nl

Die dritte Geschichte beginnt 2018

Wir werden mehr. Die „LebensLust“ hat sich gegründet. Deshalb haben wir eine Gemeinschaft gegründet, die auf ca 10-12 Erwachsene + Kinder wachsen soll.

Unser erster Versuch startete mit Eva & Dieter, die für einige Zeit in unsere OHG eingetreten sind. In dieser Zeit haben wir als Hotel sehr viel geschafft, wie den Neubau des Wellnestes und die Umgestaltung der Zimmer zu Naturzimmern. Gemeinsam haben wir uns neu aufgestellt und eine gute Zeit miteinander gelebt. Aber manchmal laufen Dinge anders, als wir uns das wünschen, und so ist es auch mit dem Anfang unserer neuen Lebensgemeinschaft. Wir sind glücklich und dankbar über viele Impulse, die die beiden bei uns und im Landkreis gesetzt haben und  fühlen uns einander verbunden, auf ganz vielen Ebenen, aber manchmal reicht auch das nicht für ein Zusammenleben. So haben wir gemeinsam beschlossen getrennte Wege zu gehen. Eva & Dieter gehen neue Wege und barbara & Kenny bleiben in Dübbekold.

Die LebensLust geht weiter - Derzeit sind zwei „neue“ Menschen dabei, einzusteigen, Sabine Mühler, die schon seit Jahren bei uns an der Rezeption sitzt und die leichte und freundliche Art wie unser Haus mit Gästen umgeht stark mit geprägt hat und Lars Donkor, barbaras Cousin, der seine Ausbildung bei uns und mittlerweile seinen Master in Utrecht gemacht hat und Lust hat auf unsere neuen Projekte, wie die neuen Baumhäuser. Wir sind offen für weitere Entwicklungen und auch in Gesprächen mit Menschen, die unser Projekt erweitern möchten.